Streetart am Dom: Bistum Essen verleiht Schutzengel-Flügel

Bunte Engelsflügel hängen mitten in der Fußgängerzone der Essener Innenstadt – wer sich genau davor stellt, kann sich selbst Flügel verleihen – und seine Fotos unter dem Hashtag #schutzengel in sozialen Netzwerken posten.

Schon von weitem leuchten die bunten Federn der Engelsflügel von der Außenwand der Anbetungskirche am Essener Dom. In der unteren Ecke der schwarzen Stoffwand ein kleiner Schriftzug: #schutzengel. Seit Donnerstag, 26. September, können sich Passanten in der Essener Innenstadt mit den Flügeln fotografieren. Unter dem Hashtag #schutzengel können sie ihre Fotos auch in den sozialen Netzwerken posten.

„In der Sprache der Bibel sind Engel ‚Boten‘ Gottes, die uns behüten und begleiten“, sagt Bernd Wolharn, Priester der Cityseelsorge „grüßgott“, der gemeinsam mit der Stabsabteilung Kommunikation im Bistum Essen die Idee #schutzengel umgesetzt hat. Wolharn regt an, sich selbst zu fragen: „Welcher Engel in menschlicher Gestalt ist mir schon auf meinem Lebensweg begegnet?“ und sich beflügeln zu lassen, auch selbst zum Engel für andere zu werden.

Die Engelsflügel gesprayt hat der Osnabrücker Künstler Mika Springwald - mit einer Schablonentechnik, die als sehr klassische und ursprüngliche Form des Streetart-Sprayens gilt: Die Flügel kommen per Schablone auf die Stoffwand, die Farben im Freestyle. Als er von dem Projekt des Bistums Essen hörte, war der Künstler sofort dabei. „Ich finde es wichtig, Methoden zu finden, die auch Leute ansprechen, die kirchenfern sind, und zu zeigen, dass Kirche auch anders kann“, sagt der 48-Jährige. Die Engelsflügel seien ein Kunstprojekt, das auf verschiedenen Ebenen wirken kann. „Man kann dahintergucken und die Symbolik des Schutzengels für sich deuten, aber es darf auch einfach Spaß machen.“ Dass die Flügel nun mitten in der Stadt hängen, freut ihn besonders: „Hier ist oft alles dunkel und einheitlich, jetzt kommt was Buntes in dieses Grau.“

Angelehnt ist die Aktion an die Streetart-Kunst der Amerikanerin Colette Miller. Mit ihrem „Global Angel Wings Project“ bringt sie seit 2012 bunte Engelsflügel in die Straßen von Los Angeles und anderen Großstädten. Sogar in Kenia, Australien oder Lateinamerika fotografieren sich Menschen mit ihren bunten Flügeln und posten ihre Fotos in den sozialen Netzwerken.

Auch was das Thema Recycling angeht, kann sich die Fotowand in der Essener Innenstadt sehen lassen: Unter den Engelsflügeln verbirgt sich noch ein älteres Kunstwerk von Mika Springwald: Das Logo der Messdienerwallfahrt 2018 in Rom – ein einzelner Engelsflügel.

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